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Mama und Gründerin – Isabelle Siegenthaler und ihr Label Merci Marie

Frau richten Tisch an im Freien Garten

In Deutschland wächst die Zahl der Mama-Gründerinnen – der Mompreneurs, wie sie in den USA genannt werden. Mompreneurs sind Frauen die sich während der Schwangerschaft oder Elternzeit selbstständig gemacht haben und gleichzeitig Kind, Familie und Business rocken.

Ich selbst habe meinen Traum des eigenen kleinen Bio-Labels während der Elternzeit meines ersten Kindes verwirklicht und stehe kurz vor der Geburt meines Zweiten. Viel ist in den nun 18 Monaten passiert und vieles hat sich verändert..

In dieser Interview-Serie stelle ich euch großartige Mamas und Gründerinnen vor, die mir verraten, wie sie Kind und Business unter einen Hut kriegen.

Mama und Gründerin – Selbständig mit Kind, wie machst du das bloß?

Im den letzten Beiträge habe ich euch Aleksandra und ihr Label Alice and Friends und Nadine und ihr Freubündel vorgestellt. Heute stelle ich euch die liebe Isabelle vor. Sie ist Gründerin und Inhaberin von Merci Marie.

Merci Marie steht für hochwertige Baby- und Kinderbekleidung 0 bis 6 Jahren.  Höchste Qualität und Nachhaltigkeit gehören zur Philosophie von Merci Marie.  Designt und produziert wird die Kollektion in Deutschland. Der Look von Merci Marie ist leicht und unkompliziert und vereinbart Komfort mit Stil.

Liebe Isabelle, vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst um uns ein paar Fragen zu beantworten. Würdest du dich und dein Business kurz vorstellen?

Liebe Leny, vielen Dank Dir – ich freue mich, mich und Merci Marie vorstellen zu dürfen. Mein Name ist Isabelle, ich bin mit einem Schweizer verheiratet, Mutter von drei Kindern zwischen 3 und 9 Jahren und wir wohnen in der Nähe von München auf dem Land.

Merci Marie habe ich kurz vor der Geburt von unserem dritten Kind, Theodor, gegründet.

Was hast du vor der Gründung beruflich gemacht?

Ich bin eigentlich Designerin für Unterwäsche und habe für große Firmen u.a. für Triumph als Lingerie-Designerin gearbeitet.

Elternzeit, Ideenzeit!

Woher kam die Idee für dein Business und was war der entscheidende Auslöser um den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen?

Der Schritt zur Selbstständigkeit war für mich zum Glück einfach, da ich 8 Monate nach der Geburt meines ersten Sohnes, Laurenz, wieder für meine ehemaligen Arbeitgeber als Freelancer tätig war. Dieser Schritt war also sozusagen schon getan. Die Gründung von Merci Marie kam nicht von heute auf morgen, sondern war ein eher langsamer Prozeß,, der immer mehr gereift ist. Als Mutter von (damals noch) zwei kleinen Kindern war ich immer auf der Suche nach unkomplizierter Kindermode, die aber dennoch hübsch und zeitlos ist. Bei meinen Reisen war ich immer ganz entzückt, was es z.B. in Frankreich oder Spanien für hübsche Sachen für Kinder gibt. Vor allem, dass dort die Kindermode meist aus hübsch bedruckter Baumwolle besteht, hat mir gefallen. Bei uns in Deutschland hab ich dies – vor allem zu bezahlbaren Preisen – vergeblich gesucht. Daraus entstand die Idee dies selbst zu entwerfen und in Deutschland produzieren zu lassen.

Welche war die wichtigste Vorkehrung die du treffen musstest, um dein Business zu starten?

Abgesehen von den rechtlichen Sachen, die man für die Gründung benötigt, war für mich persönlich entscheidend, dass es sich auch mit der Familie unter einen Hut bringen lässt. Bei uns funktioniert das Konzept Au-Pair seit Jahren toll. Dies gibt mir Freiräume und ich habe dennoch das gute Gefühl, dass die Kinder zuhause gut betreut sind.

Wie haben deine Familie und Freunde reagiert?

Sehr positiv. Ich kann wirklich mit großem Glück sagen, dass mich alle darin unterstützen. Dies ist besonders in Zeiten, in denen mal nicht alles so glatt läuft ein Segen.

„Spontane Auszeiten gönnen!“

Wie organisierst du dich und wie schaffst du es, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, ohne dich selbst dabei zu vergessen?

Ich denke, ich bin sehr diszipliniert und versuche, Dinge nicht aufzuschieben. Andererseits gönne ich mir auch Auszeiten, diese sind manchmal auch ganz spontan, wie ein schneller Kaffee mit einer Freundin oder ein nettes Abendessen. Um meine Batterien aufzuladen, brauch ich das und das gönne ich mir auch.

Wie sieht bei dir ein typischer Arbeitstag aus?

Meine hauptsächliche Arbeitszeit ist vormittags. Sobald die Kinder im Kindergarten und Schule sind, startet mein Arbeitstag. Gegen mittags, wenn mein Sohn aus der Schule kommt, versuche ich zuhause zu sein. Und je nachdem was ansteht, setze ich mich nachmittags oder abends nochmals an den Laptop. Da mir meine Arbeit sehr viel Spass macht, empfinde ich das auch nicht unbedingt als Belastung.

Was würdest du Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Ich muss leider auch wie Aleksandra von Alice & Friends zugeben, dass ich nicht mit einem Business-Plan gestartet bin und ich denke auch, dass das im Grunde nicht unbedingt gut war. Andererseits ist Leidenschaft das wichtigste. Ich glaube, ohne dies geht es ohnehin nicht und eine Portion Realismus schadet auch nicht. Vielleicht auch ein wenig Gelassenheit, nicht immer in allem perfekt sein zu wollen.

Herausforderungen im Businessalltag

Selbständigkeit bedeutet nicht selten auch Unsicherheit, kein Feierabend, kein Lohnersatz, wenn das Kind krank ist, Verschwimmen von Job und Privatleben. Wie gehst du mit diesen Herausforderungen um?

Selbstständigkeit ist Privileg und Fluch zugleich. Dinge, wie Lohnersatz, Brückentage, regelmäßiger Feierabend existieren nicht. Andererseits ist es schön, dass man seine Zeit frei planen kann. Ich habe mich mittlerweile damit arrangiert – heutzutage sind auch Positionen im Angestellten-Verhältnis nicht garantiert. Sicher ist sozusagen nichts mehr. Dieser Gedanke hilft mir bei Zweifeln.

Welche weitere Herausforderungen musstest oder musst du meistern?

Herausforderungen gibt es jeden Tag aufs Neue –Produzenten finden, Ersatzware suchen, Liefertermine koordinieren usw. Ausserdem ist Social Media Thema bei uns gerade ein großer Punkt…aber das ist auch das Tolle an der Selbstständigkeit – man lernt immer wieder was dazu und Dinge, die mal schief laufen bringen einen indirekt auch weiter….

Vernetzung ist essentiell für Selbständige

Vernetzung ist essentiell für Selbständige. Welche Tipps hast du für Mama-Gründerinnen, die noch kein Netzwerk haben?

Offen sein! Manche tun sich schwer, etwas preis zu geben…Ich habe aber festgestellt, dass es viel besser ist offen zu sein und sich mit anderen auszutauschen. Im Gunde sitzen wir alle im gleichen Boot und dieser Austausch tut mir unheimlich gut.

Welchen ultimativen Tipp hast du für Mamas die sich selbständig machen möchten?

Fest an sich glauben, postitv bleiben und nicht entmutigen lassen

Zu guter Letzt, Morgenmensch oder Nachtmensch?

Irgendwie beides gerade nicht 😉 Morgens immer müde und abends leider auch.

Vielen Dank für das Interview, liebe Isabelle!

… und wenn ihr Isabelle Siegenthaler und Merci Marie besser kennenlernen wollt, schaut doch mal auf ihren Social-Media-Profilen und auf ihrer Website vorbei! 

Instagram: @merci_marie

Facebook: @mercimariedayandnightwear

Website: www.mercimarie.de

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